Filme und Dokus, die Yogi*nis lieben

Yoga abseits der Matte: Das lässt sich unterschiedlich gestalten, denn Yoga ist ein Lifestyle und bereichert unser Leben in verschiedenster Weise. Die berühmte Self-Care-Praxis ist ein großer Teil der Lehre und dazu darf man ruhig mal ein paar gemütliche Stunden auf der Couch beim Fernsehen verbringen. Schließlich gibt es so einige Filme und Dokumentationen, die unsere Yoga-Praxis auf eigene Weise bereichern. Wir haben dir die Favoriten der Redaktion herausgesucht, die auf deine To-Watch-Liste gehören //Anzeige

Namaste Himalaya

Was passiert, wenn freiheitsliebende Backpacker*innen plötzlich ausgebremst werden? Wenn das Leben sie an einen Ort verschlägt und mit Menschen zusammenbringt, die sie sich so nicht ausgesucht hätten? Die auch umgekehrt nicht auf sie gewartet haben? Genau das passiert Anna und Michael, deren Weltreise während des Lockdowns abrupt in Nepal endet. Als die Polizei die Städte abriegelt, fliehen beide und finden Zuflucht in einem kleinen Bergdorf. Die Nahrung wird knapp, der Hunger zieht ein, und nach und nach wachsen die einheimischen Feldarbeiter*innen, Bettler*innen und Bergführer*innen mit dem Paar aus der Fremde zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen, die sie fünf Monate lang bleiben werden. Während der Zusammenhalt wächst, verlagern Anna und Michael ihren Fokus von sich selbst auf die Gemeinschaft, hin zu einer naturverbundenen, sich in Akzeptanz übenden Lebensphilosophie … Sehenswerte Doku über eine Reise, die ganz anders verlief, als geplant. Mehr Infos zum Film und Kinotermine unter https://mindjazz-pictures.de/filme/namaste-himalaya/


Der Gesang der Flusskrebse

Weltweit zog der Bestseller “Der Gesang der Flusskrebse” von Delia Owens seine Leser*innen in den Bann. Nun folgt die fesselnde Verfilmung der mysteriösen Geschichte um das “Marschmädchen” Kyra (Daisy Edgar Jones). Von Eltern und Geschwistern im Stich gelassen, lässt sie sich allein in den gefährlichen Sümpfen North Carolinas von der Natur großziehen, bevor sie als junge Frau Ende der 1960er Jahre in der kleinen Küstenstadt Barkley Cove unter Mordverdacht gerät. Nature-Culture-Clash-Story, Liebesgeschichte, Gerichtsdrama? Der Film ist alles auf einmal, besticht mit grandiosen Bildern und einer charmanten Hauptdarstellerin. “Carolina”, der eindringliche Titelsong, stammt aus der Feder von Popstar Taylor Swift. Filmstart: 18. August 2022. Mehr Infos zum Film gibt’s hier www.sonypictures.de/film/gesang-der-flusskrebse


Der wilde Wald

Warum fällt es uns so schwer, Natur nicht zu gestalten oder gar auszubeuten, sondern staunend in die Beobachtung zu schlüpfen? Was bedeutet es heute, im umfassenden Sinn “wild” zu sein, und wie wirkt das auf unser (Über)leben? “Natur Natur sein lassen” lautet die Philosophie des Nationalparks Bayerischer Wald. Trotz eines massiven Widerstands ist diese Vision zu einem bahnbrechenden Vorzeigeprojekt geworden. Der atmosphärisch dichte Naturfilm porträtiert das als sinnliche, inspirierende Reise durch das Ökosystem Wald. Lisa Eder: Der wilde Wald (Mindjazz Pictures, auf DVD und VoD. Mehr Infos zum Film gibt’s hier https://mindjazz-pictures.de/filme/der-wilde-wald/


Die Kunst der Stille

Zwei Hände bewegen sich weich und wellenförmig wie durch Wasser. Dazu ein Gesicht, das Bände spricht, und eine Off-Stimme: “Du kannst der Wind sein, eine Blume, ein Baum. Du kannst Gott sein.” Alles in einem sein: Das spüren wir im Yoga in Hund, Kuhgesicht, Pflug und Sphinx. Aber auch die Kunst der Pantomime ist eine Verkörperung ohne Worte. Ihr berühmtester Vertreter war Marcel Marceau alias “Bip”. Ein Clown mit tragischem Hintergrund: Sein jüdischer Vater wurde in Auschwitz umgebracht. Marceau schloss sich der Résistance an und brachte jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Mit Gesten und Mimik lehrte er sie, in Gefahrensituationen nicht zu sprechen. Die Stille half zu überleben, später wurde daraus eine einzigartige Kunst. In seinem berührenden Porträt vereint der Schweizer Filmemacher Maurizius Staerkle Drux exklusives Archivmaterial mit einem sehr persönlichen Blick auf die “Kunst der Stille”. Sein Vater ist ebenfalls Pantomime und seit Geburt gehörlos. Ein poetischer Film, der eindrucksvoll die Worte von Rob Mermin, einem Schüler Marceaus, untermalt: “Es geht um Verbindung mit dem Wesen aller Dinge.” Filmstart: 5. Mai 2022. Mehr zum Film und Kinotermine gibt’s hier www.wfilm.de/die-kunst-der-stille/


Glück auf einer Skala von 1 bis 10

Sich gemäß Plato während des Lebens im Sterben zu üben, ist das Tagesgeschäft des Bestattungsunternehmers Louis (Bernard Campan). Als er versehentlich den behinderten Fahrradkurier Igor (gespielt vom Philosophen Alexandre Jollien) anfährt, entsteht eine ziemlich ungleiche Freundschaft. Gemeinsam machen sich der Workaholic und der Lebenskünstler auf, eine Leiche von einem Ende Frankreichs zum anderen zu liefern. Es entfaltet sich ein humorvoll-berührendes Roadmovie, das die entscheidenden Fragen zum Thema “Glück” stellt und vor allem das Leben an sich feiert. Dabei verkörpern die zwei “verbeulten Menschen, die versuchen weiterzumachen” (Jollien) philosophische Strömungen vom Zen-Buddhismus über Nietzsche bis Spinoza – als “Therapie der Seele”, die laut Jollien helfe, “nicht zu leiden, sondern sich an Reise und Entfernungen zu erfreuen.” Denn: “Wir wissen nicht, wohin die Reise geht – aber wir sind mit an Bord.” Filmstart: 2. Juni 2022. Mehr zum Film und Kinotermine gibt`s hier: www.x-verleih.de/filme


Aufschrei der Jugend – Fridays for Future Inside

Vor 2 Jahren gingen jugendliche Aktivist*innen auf die Straße, um mit ihrem friedlichem Protest auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam zu machen. Sie waren laut, sie waren frech, sie waren klug, sie waren wir viele. Dann erschütterte Corona das Weltgeschehen. Die Klima-Krise? Verdrängt aus dem öffentlichen Diskurs! Die mutigen Jugendlichen von Fridays for Future standen plötzlich vor einem Problem: Ihre wirkungsvollste Protestformen war so nicht mehr möglich. Doch sie forschen nach neuen Möglichkeiten, die Politiker zum Umdenken zu bewegen und das, obwohl es von rechts Anfeindungen, ja sogar Morddrohungen hagelt. Der innere psychische Druck ist immens. Regisseurin Kathrin Pitterling gelingt mit ihrem Dokumentarfilm “Aufschrei der Jugend” ein spektakulärer Blick ins innere der Fridays for Future-Bewegung. Sie fängt die Aktivist*innen in ihren wagemutigsten und verletzlichsten Momenten ein. Herausgekommen ist eine inspirierende Erzählung von den Träumen, Ängsten, Erfolgen und Rückschlägen einer engagierten Generation. Ab 25. März 2022 auf DVD & VOD. Mehr Infos auf wfilm.de/aufschrei-der-jugend


Vatersland

Filmemacherin Marie steckt in der Krise. Als eines Morgens eine Kiste voller Fotos und Filmaufnahmen aus ihrer Kindheit vor der Tür steht, locken diese Marie auf eine emotionale Zeitreise in ihre eigene Vergangenheit. Es sind die Fotos des Vaters, einem passionierten Fotografen. Doch durch seinen Blick findet Marie ihre eigene Realität und einst erlebten Traumata nicht abgebildet: Den frühen Tod der Mutter, die Überforderung des Vaters und seine Versuche, sie in die Mutterrolle zu drängen sowie die Abschiebung ins katholische Mädcheninternat. Eine Jugend, geprägt von Rebellion gegen den Muff der Nachkriegsjahre und gegen eine Gesellschaft, die von Mädchen vor allem eines erwartet hat: Hübsch in die Kamera lächeln, aber keinesfalls selbst Regie führen! Regisseurin Petra Seeger verarbeitet in ihrem beeindruckenden und liebevollen Film ihre eigene Vergangenheit als heranwachsendes Mädchen in einer von Männern dominierten Nachkriegsgesellschaft. Vatersland tut weh, macht Mut und ist ein gefühlvolles Plädoyer für mehr Feminismus. Mehr zum Film und Kinotermine gibt`s hier: wfilm.de/vatersland // Filmstart: 10.März 2022


Der Schneeleopard

Im Herzen des tibetischen Hochlands begibt sich Natur- und Wildlife-Fotograf Vincent Munier zusammen mit dem Schriftsteller Sylvain Tesson auf die Suche nach dem Schneeleoparden. Nur noch wenige Exemplare der gefährdeten und scheuen Art sind in freier Wildbahn anzutreffen. Tagelang durchstreifen die beiden Männer das Gebirge, lesen Spuren, werden mit der Landschaft eins. Geduldig harren sie aus, beobachten und fotografieren. Ihre langsame
Jagd nach dem Schneeleoparden entwickelt sich dabei zu einer inneren Reise, einem stillen Dialog über den Platz des Menschen in einer verschwindenden Welt. Tesson hat seine Erfahrungen im Buch “Der Schneeleopard” (Rowohlt Verlag, über Monate auf der
Spiegel-Bestsellerliste)
verarbeitet, der dreimalige “BBC Wildlife Photographer of the Year” Munier seine atemberaubenden Fotografien im Bildband “Zwischen Fels und Eis” (Knesebeck Verlag) auf Papier gebannt.
Die Musik steuerten Nick Cave und Warren Ellis zum Film bei. Mehr Infos findest du unter www.mfa-film.de/kino/id/der-schneeleopard

Kinostart: 10.03.2022

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